Experten zur Digitalisierung und Modeshops

MAWA Fashion WorkshopDie Digitalisierung wird den Handel grundlegend verändern. MAWA hat Markenexperten, Spezialisten aus dem Visual Merchandising und Shopfitter zur Diskussion eingeladen. Ihre Statements haben wir im Video dokumentiert.

 

Konsens ist, dass E-Commerce den stationären Handel massiv verändern wird und die positive Customer Experience, die Erfahrung von „Convenience“ ausschlaggebende Erfolgsfaktoren für die Zukunft des Handels sind.

Das verfügbare Einkommen wie auch die Verkaufsflächen sind in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen. 18 Prozent der Frauen machen mit durchschnittlich 3.000,- EUR pro Jahr 50 Prozent des gesamten DOB-Umsatzvolumens aus. 50 Prozent der Damen immerhin ein Drittel. Während sich die Umsätze der Multilabelgeschäfte halbiert haben, konnten Monolabels ihren Umsatz deutlich ausbauen.

In den Workshops haben wir mit der Branche diskutiert, was diese Entwicklungen für die Präsentation in den Stores und für das MAWA-Sortiment bedeuten. „Jetzt gilt es, das Gehörte und Gelernte auch möglichst gut umzusetzen,“ so Urs Riboni, Geschäftsführer der Prochema Baar AG.

 

Michaela Schenk beim Job-Dating

40 Frauen sind der Einladung des Kommunalunternehmens des Landkreises (KUS) in Pfaffenhofen gefolgt. Viele Frauen möchten nach der Elternzeit wieder arbeiten, sind allerdings auch verunsichert. Wie gelingt es Arbeit und Familie unter einen Hut bringen? Reichen die Qualifikationen für den Arbeitsmarkt? Können sie den Anforderungen genügen? Die Mut-Macherin Britta Lemloh hat in ihrem Vortrag geschildert, wie es ihr persönlich gelungen ist, nach fünf Jahren Elternzeit wieder im Beruf Fuß zu fassen. Zunächst hatte sie eine Arbeitsstelle in München. Zwei Jahre hat sie durchgehalten. Dann hat sie gekündigt. Die Pendelei zwischen Pfaffenhofen und München war einfach zu viel. Jetzt hat sie einen Job bei dem Kommunalunternehmen.

Auch Michaela Schenk kann davon berichten, wie sie mit zwei inzwischen erwachsenen Kindern als Unternehmerin reüssiert hat. Beim Job-Dating hat sie den interessierten Frauen sich und ihr Unternehmen MAWA vorgestellt. Vielleicht hat’s ja gefunkt

China ist schnell – sehr schnell

Michaela Schenk, Geschäftsführerin der MAWA GmbH, hat diesen Herbst ihre Geschäftspartner in den wichtigen Handelsmetropolen Shanghai und Peking besucht und sich über aktuelle Trends und Entwicklungen informiert. Dass der Mittelstand in China einen starken, kaufkräftigen Markt darstellt, ist hinlänglich bekannt. Wer wird davon profitieren? Starke Marken und das richtige Produktportfolio! Die Chinesen wollen das Original und keine chinesische Kopie – denn Made in Germany ist unerreicht.

Zunächst überraschend, deutsche Automarken sind zwar sehr begehrt, aber ihre Zulassung ist nicht einfach. Wer schon einmal in Shanghai, Peking oder ähnlich großen Megacities unterwegs war, weiß warum. Autos werden nur sehr, sehr restriktiv zugelassen. Nummernschilder und damit die Neuzulassung werden verlost. Dafür boomt der Markt der Elektroroller und EBikes. Ein Zukunftsmodell für das Straßenbild westeuropäischer Städte? Erste Berichte über die Invasion von chinesischen EBikes in europäischen Städten gibt es schon: Yobike aus Shanghai, Mobike aus Peking, oBike aus Singapur und GobeeBike aus Hongkong.

Das private Budget der Twentysomethings, Einzelkinder und Einzelenkelkinder, lässt manchen Altersgenossen in Westeuropa erblassen. Statt eines Black Fridays gibt es in China den sogenannten Single Day – eine gigantische Rabattschlacht im Online-Handel. Es wird investiert in Fashion, Lifestyle und Luxus mit höchsten Qualitätsansprüchen. Die Käufer von Marken wie Chanel, Gucci und ähnlichen sind überwiegen jünger als 25. Made in Germany genießt in diesen Kreisen hohes Ansehen, weshalb auch innerhalb Chinas der Kampf gegen Markenpiraterie immer härter wird.

Beeindruckt war Michaela Schenk von der Geschwindigkeit der Digitalisierung, die selbstverständlich das Einkaufsverhalten stark beeinflusst. Omnichannel heißt auch hier das Zauberwort – und ohne WeChat geht nichts. WeChat ist die smarte Weiterentwicklung von WhatsApp. In der App wird eingekauft, reserviert, bezahlt und abgebucht – und natürlich auch kommuniziert. Influencer haben diesen Kanal längst für sich entdeckt und entscheiden mit ihrem Urteil erheblich über die Absatzchancen von Produkten und Lifestyle-Angeboten.

Ähnlich wie im Westen verwandelt sich der stationäre Handel immer mehr in eine Erlebniswelt, die nicht nur Ware vorhält. In den großen Shoppingmalls machen Freizeit- und Unterhaltungsangebote, Food & Drinks fast 50 Prozent der Fläche aus. Die Präsentation und Inszenierung der Ware, nicht nur von Modeartikeln, wird immer wichtiger.

Das Fazit von Michaela Schenk: Auch wenn das Wirtschaftswachstum in China in den letzten Jahren etwas gebremst ist, besteht eine Investitionsgeschwindigkeit und Weiterentwicklung, die deutlich höher ist als in Europa.

Gewusst wie!

Woran erkennt man einen guten Holzbügel für Jacketts oder Mäntel? Sie würden sagen an der Stabilität und der Form.

Die notwendige Stabilität erkennen Sie an der handwerklich guten Verarbeitung, an robusten Materialien und am Haken. Der Haken muss fest sitzen und darf sich nicht nach wenigen Drehungen lockern.

MAWA ProfiDie Form meinen viele, an der Schulterverbreiterung zu erkennen. Das ist nicht ganz richtig. Entscheidend ist der Winkel der Bügelschenkel zu der Breite des Bügels! Wenn der Winkel zu eng ist, rutschen die Knopfleisten übereinander und das Jackett wirft hässliche Falten. Ist der Winkel zu breit, verformt sich die Schulterpartie.
Wir empfehlen deshalb den Profi SV:

  • Der ideale Winkel in der richtigen Breite bringt Ihre Kleidung in Form.
  • Die schmale Schulterverbreiterung spart Platz im Schrank und in der Garderobe.
  • Der drehbare Haken bleibt stabil und strapazierfähig.
  • Das Holz ist FSC-zertifiziert und umweltfreundlich.

Der MAWA Profi – pragmatisch, formvollendet, made in Germany – ist der perfekte Partner für Ihre Jacken, Mäntel und Jacketts.

E-Commerce und der stationäre Modehandel

MAWA WorkshopMode gehört zu den beliebtesten Artikeln, die online gekauft werden. Auf den stationären Modehandel hat das rasante Wachstum des E-Commerce weltweit erhebliche Auswirkungen. Deshalb hat MAWA Experten aus der Fashion Industrie und dem Store Design zu nationalen und internationalen Workshops eingeladen, um die Konsequenzen für die Zukunft zu diskutieren und neue Ideen und Konzepte zu entwickeln.

Das Ergebnis:
Entscheidender Erfolgsfaktor ist die positive Customer Experience. Ausgangspunkt ist die Kaufsituation. Hier unterscheiden wir zwischen „slow shopping“ und „fast shopping“.
Heutzutage kann der Kunde bei Bedarf immer und überall einkaufen. Warum nicht an der Bushaltestelle eine Bestellung aufgeben und per Drohne liefern lassen? Einkaufen mit den neuen technischen Möglichkeiten spart Zeit – ein Beispiel für „fast shopping“.

„Slow shopping“ findet dagegen im Laden, am POS statt. Neben dem perfekten Service erwarten Kunden im Fachgeschäft Klarheit und Übersicht. Der Fashionstore verwandelt sich in einen Showroom, der die Geschichte einer Marke – sei es die der Modemarke oder die einer Handelsmarke – in Style-Trends übersetzt und konsequent interpretiert.

Der Kleiderbügel wird in dieser Inszenierung zum Markenbotschafter und Kunden wollen dieses Erlebnis aus dem Fashionstore in ihr privates Umfeld übertragen. Die Kleidung wird inszeniert, ob im Schrank oder über offene Aufbewahrungssysteme. Auf jeden Fall erwarten Kunden, dass ihre Kleidungsstücke zu Hause genauso perfekt hängen wie im Fashionstore, auf dem richtigen Bügel, funktional und verlockend.

Innovation am Holzkleiderbügel

Längst haben wir uns daran gewöhnt, dass hochwertige Holzbügel im Mittelteil zwar eine runde Kragenform haben, die Schulterschafte aber im eckigen Winkel stehen und damit die Form brechen. MAWA hat ein ganz neues Design entwickelt den MAWA Comfort.
Das Besondere: der Bogen der Kragenform wird im Mittelteil harmonisch weitergeführt.
Die Wirkung: leichte Eleganz mit dem besonderen Pfiff. Designorientierte Kunden können mit diesem Bügel ihre Kennerschaft und Individualität zeigen. Denn diese Form gibt es nur bei MAWA, made in Germany.

Das neue Design ist in mehreren Ausführungen erhältlich. Für den Kleiderschrank empfehlen wir die Variante Buche naturell, plan und platzsparend. Die schlichte Eleganz wertet jeden Kleiderschrank und jedes Kleidungsstück auf.

Für die Garderobe empfehlen wir die Variante Bi-Colour. Durch eine gesonderte Lackierung an den Außenkanten erhält der Garderobenbügel eine eigene Umrahmung – weiß für die Damen, schwarz für die Herren. Ein interessanter Blickfang und Orientierungshilfe.

Gewusst wie!

Ihr Herz hängt an langen Ketten, Armreifen, Tüchern, Accessoires aller Art? Dann empfehlen wir Ihnen Sweetheart.

  • Die Antirutschbeschichtung verhindert, dass Ihre Lieblingsstücke auf den Boden rutschen.
  • Die Form ist ein sympathischer Blickfang, der jeden Tag ein bisschen gute Laune macht.

Der Sweetheart ist nicht nur ein besonders schöner Accessoires-Bügel. Er ist auch ein besonderes Mitbringsel – pragmatisch, herzlich, Made in Germany.

Auf der Design Tokyo 2017

Hier darf nicht jeder ausstellen. Ein Expertenkomitee, dem unter anderem Michelle Millar Fisher, Kuratorin der MoMA, Museum of Modern Art New York und Tomomi Nagayama, Einrichtungsstylistin bei ELLE DECO, angehören, entscheidet, ob die Produkte den Designansprüchen genügen, funktional und marktfähig sind – nur dann dürfen sie auf dieser wichtigen Messe ausgestellt werden. Wir sind stolz darauf, dass unser Partner Koichi Hashitani auf dieser Messe Anfang Juli MAWA-Bügel in Szene gesetzt hat: „Unsere Eyecatcher waren HE & SHE – sehr sophisticated und dennoch funktional“, so der Geschäftsführer von Sansyu Corporation.

Premiere in Indien

Anfang Juli hat in Mumbai eine der größten Haushaltswarenmessen in Indien stattgefunden – die perfekte Plattform, um MAWA auf dem indischen Markt vorzustellen. MAWA war die einzig dort vertretene Kleiderbügelmarke. Indische Fachbesucher waren begeistert vom Original und den vielen Details, die den Unterschied ausmachen – wie die MAWA-Klammern, die keine Abdrücke hinterlassen oder die Schulterformung, die keine Beulen verursacht.

Speziell für den indischen Markt haben wir Sari-Bügel entwickelt. Für die Kurtas, lange, einfache Gewänder ist die Antirutschbeschichtung entscheidend. Der Einstand war erfolgreich und unser Partner hat fleißig Aufträge geschrieben. Demnächst gibt es MAWA-Bügel auch in indischen Haushaltswarengeschäften – üverwiegend in Pastell und Kupfer.

Wie halten Sie es mit der Nachfolge?

wollte Human Consult Management wissen. Bis 2018 suchen über 600.000 Unternehmen einen Nachfolger. Und auch wenn Michaela Schenk noch lange nicht ans Aufhören denkt, so  weiß sie – nicht zuletzt durch die ungeklärte Nachfolgesituation der MAWA seinerzeit – wie wichtig es ist, sich rechtzeitig darüber Gedanken zu machen. Anlässlich einer Paneldiskussion hat Michaela Schenk ihre Argumente im Interview zusammengefasst. Zunächst ist der Unternehmer gefragt. Kann er das Unternehmen wirklich loslassen? Danach stellt sich die Frage:  Was macht einen guten Nachfolger aus?

  • Selbstvertrauen: gleichgültig, ob es die eigenen Kinder sind, die das Unternehmen übernehmen, ein Mitarbeiter oder eine externe Person. Sie sollte Selbstvertrauen haben. Nur so lassen sich auch schwierige Zeiten überstehen.
  • Intrinsische Motivation, ein Unternehmen zu führen. Wenn die Kinder sich lieber in anderen Berufen selbstverwirklichen wollen, dann sollten sie das auch tun. Es schadet dem Unternehmen nur, wenn sie Führung nicht wirklich wollen.
  • Zu den weiteren notwendigen Fähigkeiten einer guten Unternehmensführung zählt Michaela Schenk Disziplin und Risikobereitschaft sowie Verhandlungsgeschick und Networking.

Was denken Sie, was gute Unternehmensführung ausmacht? Das ganze Interview hier.