Girls´Day bei MAWA – die zukünftigen Sheros

Sie fragen sich bestimmt direkt: was ist ein Shero?
„Shero“ ist ein Neologismus aus den Worten „She“ und „Hero“.

Barbie hat diesen Begriff zum Weltfrauentag das erste Mal ins Leben gerufen. Sheros sind für uns allerdings weitaus mehr, als eine Kinderspielzeug-Puppe. Sheros sind ein Synonym für starke Frauen und genau diese standen im Mittelpunkt beim MAWA Girls´Day 2022.

11 Teilnehmerinnen von drei Schulen aus der Region im Alter zwischen 10 und 15 Jahren waren Teil eines einmaligen Erlebnisses. Am 28. April fand der diesjährige Girls´Day statt. An dem Mädchenzukunftstag öffneten Unternehmen, Betriebe und Hochschulen in ganz Deutschland ihre Türen, damit Mädchen ab der 5. Klasse Berufe und Studiengänge kennenlernen können, in denen Frauen bisher noch eher selten vertreten sind. Und auch MAWA war mit dabei.

Zunächst begann das Erlebnis „MAWA“ für die Teilnehmerinnen mit einer Werksführung unseres technischen Leiters. Beeindruckende Maschinen, die Haken und Bügel in Form bringen, gefolgt von unseren Tauchöfen und der Verpackungsabteilung, gewährten den jungen ambitionierten Schülerinnen tiefe Einblicke in unsere Kleiderbügelproduktion mit dem Siegel „Made in Germany“. Ein weiteres Highlight stellte der Vortrag von Geschäftsführerin Michaela Schenk dar, die detaillierte Einblicke in ihren Werdegang gewährte. Schritt für Schritt lernten die Teilnehmerinnen, wie man eine Marke bekannt macht, dabei die Verantwortung für eine nachhaltige Produktion niemals aus den Augen verliert und wie man sich mit Leidenschaft für ein komplexes Unternehmen einsetzt.

Eine anschließende Diskussionsrunde zum Thema Gleichberechtigung, Nachhaltigkeit und Digitalisierung, sowie ein Workshop zum Thema „Online- und Social Media Marketing“ rundeten den MAWA Girls´Day 2022 mit einigen Beispielen aus der Praxis ab. So konnten die jungen Frauen einen Newsletter für unsere B2C Zielgruppe verfassen und entsprechende Tools kennenlernen.

Auch wir konnten Einiges von unseren Teilnehmerinnen lernen und mitnehmen. Die junge Generation, auch Generation Z genannt, ist digital sehr versiert: sie sind auf Instagram, Tiktok, Snapchat und YouTube zu Hause. Facebook hingegen spielt keine Rolle mehr in dieser Zielgruppe. Das Thema Gleichberechtigung scheint dabei in den Schulen vollumfänglich gelebt zu werden. Alle Schülerinnen waren sich einig, dass sie an ihrer Schule absolut gleichberechtigt sind und beispielsweise auch bei der Berufswahl sehr unterstützt werden, wie eben durch den Girls´Day.

„Sie alle können und sollen mit einer guten Ausbildung selbstbewusst alle Herausforderungen in Angriff nehmen. Und haben Sie niemals Angst vor Neuem oder Unbekanntem. Jeder kann sich, egal in welchem Alter, beruflich neu erfinden und orientieren. Und Jeder und vor allem Jede hat die gleiche Chance in seiner Berufung erfolgreich zu sein.“ Mit diesen Worten resümierte Frau Schenk den gelungenen MAWA Girls´Day und verabschiedete die Teilnehmerinnen.

Chancen und Gleichberechtigung – ein Aufhänger, der für uns nicht nur am Girls´Day Relevanz hat

Laut Weltwirtschaftsforum dauert es noch etwa 133 Jahre bis Männer und Frauen weltweit sowohl gesellschaftlich, politisch als auch wirtschaftlich gleichgestellt sind. Im Jahr 2019 stellte der Mikrozensus zudem fest, dass nur etwa 34 Prozent der Selbstständigen in Deutschland Frauen sind. Dabei steigt diese Zahl im Vergleich zu den Vorjahren kontinuierlich an. „Wir befinden uns bereits auf einem guten Weg, was das Thema Frauen und Selbstständigkeit anbelangt, sind aber leider immer noch nicht am Ziel“, erklärt Michaela Schenk. Sie selbst übernahm im Jahr 2007 das Unternehmen aus der Insolvenz und stand bereits kurze Zeit später der Weltwirtschaftskrise von 2009 gegenüber. Dennoch bereute sie zu keinem Zeitpunkt diesen Weg gegangen zu sein und ermutigt besonders Frauen, es ihr gleichzutun – ohne Angst vor Rückschlägen zu haben.

Richtungswechsel statt Stagnation

Dabei mangelt es oftmals an Vorbildern für wirtschaftlich erfolgreiche und unabhängige, selbstständige Frauen. Demgegenüber haben viele Männer ein besseres Netzwerk und ziehen sich gegenseitig mit. Das bemerken viele Gründerinnen spätestens, wenn es darum geht, eine geeignete Finanzierung für ihr Unternehmen zu finden. Auf der Seite von Venture-Capital-Gesellschaften oder auch unter Business Angels sind weitaus weniger Frauen vertreten. So bewerten laut des „Female Founders Monitor 2020“ fast dreißig Prozent der Männer den Zugang zu Kapital und Investitionen als positiv, aber nur 16,5 Prozent der befragten Frauen. Dabei liegt das in erster Linie daran, dass Menschen besonders gern mit Personen agieren, die ihnen ähnlich sind. Zu diesem Schluss kamen Wissenschaftler bereits in den 70er-Jahren. Umso mehr gilt es für Frauen, ebenfalls Netzwerke zu bilden. „Bevor ich das Unternehmen kaufte, hatte ich häufig das Problem, nur männliche Vorgesetzte zu haben. Als Unternehmerin musste ich meine eigene Art zu führen erst finden, meinen eigenen Stil entwickeln, denn Frauen führen anders als Männer“, weiß Michaela Schenk. Dabei kann für Frauen wie für Männer gleichermaßen bereichernd sein, auf weibliche Führungskräfte als Vorbilder zurückgreifen zu können. Schließlich hat sich der Arbeitsmarkt verändert, ist diverser geworden. Wer früher als Jugendlicher beispielsweise eine Lehre bei der Bank absolvierte, behielt diesen Beruf ein Leben lang bei. Mittlerweile geht es vielmehr darum, sich eine solide Wissensbasis mit Kernkompetenzen anzueignen und dann dieses Wissen in andere Bereiche zu transferieren. „Ich möchte jeden dazu ermutigen, seinen eigenen Weg zu gehen, beruflich auch einmal die Richtung zu wechseln und seine Kompetenzen in einer anderen Branche einzusetzen, auch mal mutig zu sein und ein Risiko einzugehen. Denn wie mein Vater früher immer schon sagte: ‚Bange machen gilt nicht!‘“, so Schenk.

„Als Frau kämpft man für die Sache, nicht für die Macht“

„Früher war ich überhaupt kein Freund der Frauenquote. Ich war davon überzeugt, dass jeder es durch Leistung schaffen muss und auch kann. Ich glaube, dass viele Frauen und auch Männer ähnlich denken. Niemand möchte nur aufgrund seines Geschlechts eine Position erhalten. Aber mittlerweile denke ich, dass eine solche Frauenquote vielleicht nötig ist, damit Veränderung möglich ist. Bereits in den 70er-Jahren zeigten Forschungen, dass Menschen besonders gern mit Personen agieren, die ihnen sehr ähnlich sind. Dementsprechend wählen viele Chefs im Bewerbungsverfahren eben unbewusst auch Kandidaten aus, die ihnen ähneln. Dabei ist das Ganze gar kein Streitthema zwischen Männern und Frauen. Auch Männer möchten, dass ihre Töchter, Schwestern, Partnerinnen die gleiche Freiheit und Chancengleichheit haben wie sie selbst. Die Frage ist nur, auf welche Weise sich dies erreichen lässt. Viele Mädchen oder junge Frauen können sich nicht vorstellen eine Führungsposition einzunehmen, einfach weil ihnen diese Vorbilder oder auch Netzwerke fehlen. Quotenfrauen können das ändern.“, hebt Frau Schenk hervor.

Sind wir denn nun in der Gleichberechtigung angekommen oder sind wir noch lange nicht am Ziel?

„Nach aktuellen Zahlen des statistischen Bundesamtes lag der Anteil von Frauen in Führungspositionen im Jahr 2019 noch immer bei nur 30 Prozent. Damit lag Deutschland im Vergleich der EU-Länder auf Rang zwanzig. Frauen in Führungspositionen sind also noch immer unterrepräsentiert. Im Vergleich zu den Zahlen der letzten Jahre lässt sich aber feststellen, dass wir bereits auf einem guten Weg sind, auch wenn es noch Luft nach oben gibt. Es ist wichtig, dass ein Umdenkprozess stattfindet. Wir sollten uns daran gewöhnen, dass es Frauen in Führungspositionen gibt. Quotenfrauen können daher als Vorbilder für andere dienen. Ich hatte als Frau häufig das Problem, nur männliche Vorbilder zu haben. Aber ich habe mich in ihrer Art zu führen nicht wiedergefunden und so über die Jahre meinen eigenen Stil entwickelt. Das war ein mühevoller Prozess, auch wenn ich rückblickend sagen kann, ich würde alles unbedingt wieder so tun. Es hat mich sehr bereichert. Doch Frauen führen anders. Deshalb denke ich, dass es für Frauen und Männer wertvoll ist, dass es auch weibliche Vorbilder gibt. Diese Rolle können Quotenfrauen übernehmen. Darüber hinaus kann damit auch ein dynamischer Prozess entstehen. Frauen in Führungspositionen können andere Frauen nachziehen.“, resumiert Schenk.

MAWA auf der “Inspired Home Show” in Chicago – ein Einblick von Michaela Schenk

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Drei Tage lang ging die diesjährige „Inspired Home Show“ von 4.-7. März in Chicago – welche Eindrücke haben Sie mitgenommen, Frau Schenk?

Einer der Höhepunkte war sicherlich, dass ein Schwerpunkt der Messe bei einem unserer Kunden gesetzt war: Food 52. Food52 ist eine der führenden Marktplätze im US Internet zum Thema Haushalt. Das Unternehmen wurde von zwei Frauen vor über zehn Jahren gegründet.

Die Idee hinter Food52 war, Ideen und Inspiration zum Kochen über 52 Wochen des Jahres zu liefern. Mit der Zeit kamen weitere Produkte hinzu, es wurde ein erfolgreicher E-Commerce Shop daraus. Über die Zeit hat Food52 auch Produkte über den Küchenschwerpunkt hinaus in deren Shop aufgenommen – so auch unsere MAWA Kleiderbügel. Bei Food52 bekommen die Menschen eine ganze „Welt“, mit Ideen, Empfehlungen und den passenden Marken bzw. Produkten zu sehen. Diese erfolgreiche Plattform inspiriert immer mehr Menschen und das wurde auf der Home Show erneut sehr deutlich.

Wie kam Food52 auf Kleiderbügel von MAWA?

Unsere Ansätze harmonieren sehr gut zusammen. Food52 ist immer auf der Suche nach Besonderheiten. Und MAWA Kleiderbügel sind mit unserem Ansatz besonders: wir verkaufen nicht nur Kleiderbügel, sondern Kleiderbügel, die sich dem Lebensstil der Kunden anpassen. Im Moment sind whitewashed Bügel aus unserer Classic-Serie sehr beliebt. Diese fügen sich perfekt in einen cleanen, skandinavischen Stil ein.

Hier geht´s zum unserem Angebot auf Food52: https://food52.com/shop/merchants/mawa

Wie wichtig ist die Messe in Chicago allgemein für MAWA?

Die Inspired Home Show ist die größte Haushaltswarenmesse für den amerikanischen und südamerikanischen Markt, und unsere Messepräsenz für diese Märkte ist sehr wichtig. Es war sehr interessant für mich, gerade die Stimmung auf dem US-Markt zu spüren. Zum einen ist ein deutlicher „After-Covid-19“-Antrieb zu verspüren. Kunden und Unternehmen möchten weiter wachsen und die Änderungen, die die letzten zwei Jahre mit sich gebracht haben, weiterhin effizient und effektiv in deren Strategien einbauen.

Welche Trends sind Ihnen bei der Messe aufgefallen?

Heute legen alle Wert auf nachhaltige Materialien und guten Lifestyle. Wenn hinter einem guten Produkt eine gute Story steht, ist das ein Garant für Erfolg. Und genau diesen Ansatz verfolgen wir mit MAWA, indem wir unsere Kleiderbügel als Lifestyleprodukt inszenieren.

Was waren die Hauptgesprächsthemen auf der Messe?

Die letzten zwei Jahre mussten wir lernen hybride Messen umzusetzen, daran sind wir nun gewohnt. Und es hat sich gezeigt: Unser Bestandsgeschäft hat nicht wirklich gelitten, wir haben unser Geschäft weiterhin erfolgreich umgesetzt. Trotzdem sprechen sich die meisten Aussteller weiterhin für physische Messen aus. Solche Veranstaltungen sind wertvoll fürs Neugeschäft und für die Darstellung der eigenen Produkte. Denn Kunden erwarten das, sie erwarten Lebenswelten und Inspiration, zusammengefasst: sie möchten Erlebnisse erfahren. Daher halten wir bei MAWA physische Messen nach wie vor für sehr wichtig. Wir freuen uns unsere Kunden persönlich zu treffen und in den gemeinsamen Austausch zu gehen.

Die MAWA Conferences 2022 – ein voller Erfolg

Eine Möglichkeit, wie ein Messeersatz effizient in eine neue Idee verwandelt werden kann, zeigen unsere MAWA Conferences 2022. Die Ambiente 2022 konnte dieses Jahr leider noch nicht physisch stattfinden. Als Alternative haben wir für Sie die MAWA Conferences ins Leben gerufen, da wir Ihnen trotz der Messeabsage unsere neuesten Kollektionen und Produktinnovationen nicht vorenthalten wollten.

Unsere neuen Kampagnen, vor allem die MAWA Best of Metal-Specials, wurden mit großem Interesse wahrgenommen. Die neuen Hakenveredelungen lassen neue Zielgruppen erschließen, sowohl im Endverbrauchermarkt, als auch in der Shop-Ausstattung.

Die stärkste Kundennachfrage erhält dabei im Moment unser goldener Haken. Des Weiteren gibt es unsere neuen Haken in silber matt, sowie schwarz glänzend und matt.
Kontaktieren Sie uns gerne für mehr Details!

Für Informationen vorab, schauen Sie gerne auf unserer Website vorbei: https://www.mawa.de/de/mawa-neuheiten-2022/best-of-metal

Ein weiterer Schwerpunkt der Conferences war unsere neue Kollektion MAWA TWIST. FORM FOLLOWS FUNCTION fasst dabei das Konzept hinter MAWA TWIST zusammen: die Funktionalität steht klar im Mittelpunkt unserer neuen MAWA Kollektion.
Was ist neu innerhalb der MAWA TWIST Kollektion?
Wir haben die Leichtbügel um eine neue Breite von 36cm erweitert für noch mehr Individualität Ihrer Kunden. Des Weiteren haben wir die Länge des Hakens bei unserem Economic light angepasst und den Hakenschaft verlängert. Formgleichheit und gleiche Hänghöhe zeichnen unsere Bügel aus.

Auch das Thema Nachhaltigkeit war ein wichtiger Bestandteil der MAWA Conferences. Erfahren Sie hier mehr zu unserem ganzheitlichen nachhaltigen Ansatz: https://www.mawa.de/de/nachhaltigkeit

Wir möchten uns bei allen Teilnehmern bedanken und freuen uns auf eine baldige Fortsetzung und den gemeinsamen und vor allen Dingen persönlichen Austausch!

Ihr MAWA Team

„Wir sollten uns daran gewöhnen, dass es Frauen in Führungspositionen gibt“

Michaela Schenk, Inhaberin und Geschäftsführerin der MAWA GmbH, äußert sich zum Internationalen Frauentag und den Themen Gleichberechtigung und Chancengleichheit:

„Seit 1911 findet jährlich am 8. März der Weltfrauentag statt, um auf die Rolle der Frau in der Gesellschaft aufmerksam zu machen. Ursprünglich ins Leben gerufen, um die Gleichberechtigung, das Wahlrecht für Frauen und die Emanzipation voranzutreiben, hat sich die Bedeutung mit den Jahren etwas verschoben. Frauen dürfen mittlerweile glücklicherweise fast überall wählen und im Mittelpunkt stehen nun eher die Rolle der Frau in der Gesellschaft und verbundene Themen wie Chancengleichheit, Gewalt gegen Frauen oder Benachteiligung von Frauen. Auch heute gibt es damit noch genug Gründe für den Weltfrauentag. Zwar hat die Gleichberechtigung während des 20. Jahrhunderts große Sprünge gemacht, doch von gleichen Rechten und Chancen für Frauen und Männer kann in vielen Bereichen immer noch nicht die Rede sein. Beispielsweise haben einige Staaten die Gleichstellung der Geschlechter noch nicht in ihre Verfassung aufgenommen und Millionen von Frauen weltweit werden beim Zugang zu Bildung oder zur Gesundheitsversorgung diskriminiert.

Und auch in Europa und damit auch in Deutschland sind Frauen von Benachteiligungen betroffen – vor allem am Arbeitsmarkt. Noch immer ist zum Beispiel die Gender Pay Gap nicht geschlossen, was unter anderem daran liegt, dass Frauen häufiger zur Betreuung der Kinder zu Hause bleiben und ihre berufliche Arbeitszeit reduzieren. Die Corona-Pandemie hat solch eine Retraditionalisierung der Geschlechterverhältnisse sogar wieder verstärkt. Und auch in Führungspositionen sind Frauen noch immer unterrepräsentiert: Laut Statistischem Bundesamt lag der Anteil von Frauen im Jahr 2019 nur bei 30 Prozent. Damit lag Deutschland im Vergleich der EU-Länder auf Rang zwanzig. Ähnlich sieht es bei dem Thema Selbstständigkeit aus. Im Jahr 2019 stellte der Mikrozensus fest, dass nur etwa 34 Prozent der Selbstständigen in Deutschland Frauen sind. Zwar stiegen die Zahlen in beiden Bereichen in den letzten Jahren an, doch es gibt noch Luft nach oben.
Dafür ist es wichtig, dass ein Umdenkprozess stattfindet. Es gilt beispielsweise die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern und verschiedene Arbeitszeitmodelle anzubieten sowie das Gesetz zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen besser durchzusetzen. Über eine Frauenquote könnte auch ein dynamischer Prozess entstehen, durch den Frauen in Führungspositionen andere Frauen nachziehen.

Insgesamt sollten wir uns daran gewöhnen, dass es Frauen in Führungspositionen gibt. Denn für Frauen als auch für Männer ist es wertvoll, weibliche Vorbilder zu haben – Chefinnen führen nämlich anders als ihre männlichen Pendants. Deshalb gilt es, Frauen auf dem Weg in die Selbständigkeit zu fördern sowie zu unterstützen. Und das gelingt am besten, wenn sich getreu dem Motto für den Internationalen Frauentag 2022 ‚jede und jeder für Gleichberechtigung‘ einsetzt.“

Qualität, Emotionalität oder soziale Verantwortung – was macht eine Jahrhundertmarke aus?

Wird nach einer bekannten Kaffeefiltertüte, einer Taschentuchmarke, einer Korrekturflüssigkeit oder einem transparenten Klebestreifen gefragt, haben wir direkt einen Namen im Kopf. Es sind Eigennamen, die es zu einem Gattungsnamen geschafft haben. In der Sprachwissenschaft spricht man in diesen Fällen von einem Deonym, dass sich aus den griechischen Worten für „Gott“ und „Name“ zusammensetzt. Doch nicht nur Marken, die für eine Produktgattung stehen, geben ein Versprechen ab. „Eine Marke steht für ein Qualitätsversprechen. Sie gibt dem Käufer das Gefühl, das Beste gewählt zu haben“, meint Michaela Schenk, Inhaberin und Geschäftsführerin des Kleiderbügelherstellers MAWA GmbH. Ihre Firma wurde selbst kürzlich als Marke des Jahrhunderts ausgezeichnet und die Unternehmerin weiß, welche Faktoren hierbei eine wichtige Rolle spielen.

Emotionalität und Qualität

Als Marke lassen sich juristisch betrachtet Namen, Slogans, Symbole und Logos oder Klänge betrachten. Sie sind durch ihre Einmaligkeit gekennzeichnet und lassen sich so rechtlich vor Nachahmungen und Kopien schützen. Ist eine Marke eingetragen, haben die Inhaber das alleinige Nutzungsrecht. Im Marketing geht die Funktion einer Marke aber weit darüber hinaus. Sie steht für ein Image, also ein Erscheinungsbild, das ein Produkt oder Unternehmen bei anderen Menschen hat. Sie baut eine Verbindung zu Kunden durch Geschichten und Erlebnisse auf. Emotionalität gilt als Schlüsselpunkt einer erfolgreichen Marke. „Ich werde manchmal gefragt, wie ein so alltäglicher Gegenstand wie ein Kleiderbügel Emotionalität auslösen und damit eine Marke repräsentieren kann. Dann entgegne ich gerne, dass die gleiche Frage vor Jahren wahrscheinlich auch einem bekannten Hersteller für Taschentücher gestellt worden ist“, so Schenk und erklärt weiter: „Menschen definieren sich über ihre Kleidung. Wenn das Lieblingskleidungsstück auf einem schlechten Bügel hängt, dann ist das so, als würden wir selbst in der Nacht in einer Hängematte schlafen: nicht angenehm.“ Markentreue hält manchmal ein Leben lang und aufgrund des Qualitätsversprechens sind Kunden häufig weniger preissensibel. Marken geben dem Kunden Sicherheit. Für Unternehmen bedeutet das eine gesteigerte Profitabilität und Gewinnmarge. Aber auch Mitarbeiter lassen sich von einer starken Marke anziehen, sodass sich ein Vorteil im War for Talents erstreiten lässt. Für eine starke Marke gilt es aber auch seine Zielgruppe und den USP, also das Alleinstellungsmerkmal des eigenen Unternehmens, zu kennen. „Wer sein Unternehmen als Marke etablieren möchte, muss darüber hinaus auch eine Vision davon haben, welchen Purpose seine Idee hat“, so Schenk. Denn ein Markenname und Claim mit Wiedererkennungswert sind nicht das Einzige, was den Erfolg einer Marke ausmacht.

Social Impact als neues Must-have

Heutzutage gilt für Marken aber nicht nur ein Qualitätsversprechen, sondern auch der Aspekt sogenannten Corporate Social Responsibility. Besonders junge Verbraucher erwarten von einer Marke Haltung zu Themen wie Chancengleichheit und Klimaschutz. Ein privates Bewusstsein dafür ist in den vergangen Jahren stetig angestiegen und spätestens jetzt erwarten Kunden diese Bereitschaft zu einer positiven Veränderung auch von Unternehmen. Allerdings ist es nicht ratsam, sich lediglich ein positives Image verleihen zu wollen, um die Verkaufszahlen zu steigern. Verbraucher erkennen heutzutage schnell, wenn ein Unternehmen nur so tut, als würde es einen positiven Einfluss auf die globalen Missstände nehmen, sodass eine nicht ernst gemeinte Imagekampagne rasch nach hinten losgehen kann. Michaela Schenk ist überzeugt: „Unternehmen können sich gegenwärtig nicht mehr aus der Verantwortung ziehen. Sie sind genauso für eine bessere und gerechtere Welt verantwortlich wie jeder einzelne von uns.“

Girls’Day: „Ich werde Chefin“

Ein Tag als Unternehmerin bei MAWA

Am 28. April findet dieses Jahr der Girls‘ Day statt. An dem Mädchenzukunftstag öffnen Unternehmen, Betriebe und Hochschulen in ganz Deutschland wieder ihre Türen, damit Mädchen ab der 5. Klasse Berufe und Studiengänge kennenlernen können, in denen Frauen bisher noch eher selten vertreten sind. Auch unsere Geschäftsführerin Michaela Schenk, lädt Mädchen ein, den spannenden Alltag einer Chefin und eines internationalen Unternehmens kennenzulernen: „Ich gebe einen Einblick, was es bedeutet, einen simplen Alltagsgegenstand in Pfaffenhofen zu fertigen und international erfolgreich zu verkaufen. Schritt für Schritt lernen die Teilnehmerinnen, wie ein Kleiderbügel entsteht, wie man eine Marke bekannt macht und dabei die Verantwortung für eine nachhaltige Produktion niemals aus den Augen verliert und wie man sich mit Leidenschaft für ein komplexes Unternehmen einsetzt.“ In einer Diskussionsrunde erörtern Michaela Schenk und die jungen Frauen außerdem gemeinsam, wie man eine Führungsrolle als Frau erlebt und wie es um das Thema Gleichberechtigung steht. Nach der Mittagspause dürfen die Teilnehmerinnen sich selbst an die Arbeit machen und sich in dem Workshop „Online-Marketing & Social Media“ an einem perfekten Instagram-Post probieren.    

Weitere Informationen finden Interessierte unter www.mawa.de, Anmeldungen sind online auf https://www.girls-day.de möglich.

Die MAWA Conferences 2022

Leider müssen wir Sie darüber informieren, dass die Ambiente 2022, von 11.-15. Februar in Frankfurt am Main, dieses Jahr erneut nicht stattfinden kann. Grund dafür ist erneut die Pandemie, die sich durch die neuartige Virusvariante Omnikron rasant in Europa und Deutschland ausbreitet und für exponentiell ansteigende Infektionszahlen sorgt.

Die Einstufung Deutschlands als Hochrisikogebiet und die damit verbundenen Quarantänepflichten für unsere internationalen Gäste erschweren die Rahmenbedingungen zusätzlich.

Es ist ein Rückschlag – für uns alle – das ist klar.

Doch ein Rückschlag lässt uns neue Wege finden und definieren, um den gemeinsamen Austausch aufrecht zu erhalten. Die Welle der Digitalisierung schreitet weiter voran und so möchten wir Ihnen als Alternative zur Ambiente 2022 gerne unsere 

MAWA Conferences 2022 anbieten.

Die MAWA Conferences 2022 stellen eine Reihe von Videokonferenzen dar. Innerhalb dieser möchten wir Ihnen alle MAWA Kampagnen, Produktneuheiten und alles, was wir Ihnen auch gerne auf der Ambiente 2022 präsentiert hätten, näher bringen. 

Digital, individuell und somit nahezu persönlich.

Wir freuen uns auf die neue Möglichkeit des Austausches und hoffen, dass wir uns in naher Zukunft wieder in Person begrüßen können!

Globally united – die Ambiente 2022

Globally united – die Welt zu Gast in Deutschland
Wir freuen uns, dass die Ambiente im nächsten Jahr endlich wieder stattfinden kann! Unter dem Motto „Globally united“ trifft sich der Konsumgütermarkt von 11. bis 15. Februar 2022 in Frankfurt. Zahlreiche Aussteller haben sich bereits angemeldet und bereiten sich auf die Weltleitmesse für Konsumgüter vor. Warum die Ambiente 2022 so wichtig für die Branche ist und worauf Sie sich bei MAWA besonders freuen können, möchten wir Ihnen gerne heute schon verraten.

Deutschland als sicherer Austragungsort dank hoher Impfquoten
Deutschland gehört zu den weltweiten Vorreitern mit Hinblick auf die hohe Impfquote. Gemäß dem Motto „Globally united“ ist es das Ziel, nach der langen Auszeit ohne persönlichen Kontakt und Austausch die Branchenexperten wieder zusammenzubringen. Deutschland weist dabei nicht nur dank der hohen Impfquote, sondern auch aufgrund des sehr gut funktionierenden Hygienekonzeptes, sehr gute Voraussetzungen auf, die Ihnen allen die Anreise und auch den Aufenthalt in Deutschland während der Ambiente so sicher und angenehm wie möglich gestalten lassen. Uns bleibt nur zu sagen: Wir freuen uns auf Ihr Kommen, den gemeinsamen Austausch und die persönliche Begegnung mit Ihnen!
 
Die Ambiente 2022 – wichtiger denn je: für uns, für Sie, für die Branche
Im letzten Jahr haben die meisten sozialen Begegnungen, persönlichen Treffen mit Partnern und Kunden sowie Veranstaltungen und Messen entweder online stattgefunden oder wurden abgesagt. Die Möglichkeiten, sich inspirieren zu lassen und neue Ideen, Produkte und Menschen kennenzulernen, waren begrenzt. Konsumgüter gehören zu den Produkten, die sich am besten live und mit den eigenen Sinnen erkunden lassen.
Der Handel braucht einen Ort, um Handel zu betreiben, und genau diesen Ort schafft die Ambiente.
 
Mehr zur Ambiente 2022 unter:
https://ambiente.messefrankfurt.com/frankfurt/de/profil.html

Das erwartet Sie bei MAWA
Das Motto der Ambiente 2022 „Globally united“ trifft auch unserem Ansatz, den wir auf der Messe verfolgen möchten, mitten ins Herz.
 
Auch wir freuen uns darauf, Sie endlich wieder persönlich an unserem Messestand begrüßen zu dürfen! Seien Sie gespannt auf viele Produktneuheiten in Farben, Formen und Materialien. Ein Higlight werden wir Ihnen dabei mit unserem völlig neuen Konzept für Best of Metal vorstellen, welches sich durch neue Farben in der Beschichtung und neue Veredelungen auszeichnet.
 
Sie finden uns in Halle 12.1, Stand C07
 
Sind Sie neugierig geworden? Dann lassen Sie uns die Ambiente 2022 zu etwas ganz Besonderem machen!

“Nachhaltigkeit ist ein Must-Have”

Ein Interview mit der starken Frau an unserer Spitze – einer Frau, die weiß was zählt: für die Umwelt, für unsere Mitarbeiter und natürlich für Sie – unsere Partner und Kunden.

Nachhaltigkeit ist das Thema der Stunde. Viele Ressourcen unseres Planeten sind begrenzt und Folgen des Klimawandels lassen sich schon jetzt immer häufiger beobachten. Um die Entwicklung der daraus entstehenden Probleme zumindest zu verlangsamen, gilt es nicht nur für Endkonsumenten ihren Lifestyle zu überdenken. 

Frau Michaela Schenk, Geschäftsführerin der MAWA, kennt die Problematik und etabliert MAWA deshalb seit Jahren als Vorreiter, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit in seiner gänzlichen Umfänglichkeit geht.  

Frau Schenk, welche Aufgaben erwarten Unternehmen in den kommenden Jahren in Bezug auf Nachhaltigkeit?

Umweltschutz und Klimawandel – das sind Topics, die jeden einzelnen etwas angehen. Laut WWF verschwinden jedes Jahr etwa 13 Millionen Hektar Wald durch Abholzung. Bis 2030 würde damit der Fläche verloren gehen, die etwa der Größe von Deutschland, Frankreich, Spanien und Portugal zusammen entspricht. Auch ohne eine Verringerung unseres CO2-Ausstoßes wird der Klimawandel bald fatale und unumkehrbare Folgen für die Erde haben. Deshalb müssen Unternehmen eine Entwicklung hin zur Nachhaltigkeit fokussieren. Das kann im Büro damit beginnen, weniger Papier zu verbrauchen oder ökologischen Strom zu nutzen. Langfristig geht es aber vor allem darum, die Verwendung von Rohstoffen und Produktionsprozesse zu verändern. Dahinter steht unter Umständen ein unbequemer Prozess, denn Veränderungen sind nicht immer einfach durchzusetzen. Aber jedes Unternehmen muss sich der Verantwortung bewusst werden, die es gegenüber der Umwelt, der Natur und den Menschen hat. Schließlich wächst auch bei Endverbrauchern das Bewusstsein für einen verantwortungsbewussten Umgang mit dem Planeten, an dem sie auch ihr Konsumverhalten ausrichten. Dementsprechend wächst der Druck auf Unternehmen auch von Kundenseite immer mehr. Jedoch geht es nicht darum, mit einem besonders nachhaltigen Anstrich einen guten Eindruck auf den Kunden zu machen. Echtes Engagement für mehr Nachhaltigkeit muss in den Fokus rücken – das gilt nicht weniger im Fashion Bereich.

Wieso?

In Deutschland gehört die Textil- und Bekleidungsindustrie zu einer der wichtigsten Konsumgüterbranchen. Der gesamte Prozess vom Anbau über die Produktion bis hin zur Textilveredelung stellen durch den Einsatz chemischer Stoffe und den hohen Wasserverbrauch immer noch eine große Belastung für die Umwelt dar. Es gibt aber schon zahlreiche Beispiele, wie das Thema Nachhaltigkeit auch hier an Bedeutung gewinnt. So haben sich viele große Hersteller verpflichtet, ihre Stoffe ab jetzt ohne umwelt- oder gesundheitsschädliche Chemikalien zu produzieren. Außerdem werden circa 30 Prozent der in Deutschland gesammelten Altkleider recycelt. 

Wie setzen Sie das Thema bei MAWA um?

Wir haben uns der Agenda 2030 der Vereinten Nationen verpflichtet, deren 17 Ziele, eine nachhaltige Entwicklung und eine positive Zielsetzung auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene verfolgen. Dementsprechend ist es unser Ziel bis spätestens 2030 eine CO2-freie Produktion zu erreichen. So wie es im Moment aussieht, schaffen wir das aber schon weitaus früher. In diesem Zusammenhang sind wir beispielsweise auch die Kooperation mit der carbon connect AG eingegangen und beteiligen uns am Treelionaire-Projekt. Ziel der Kampagne ist es, eine Million Bäume zu pflanzen. Zu den drei Wirkungsstätten zählen Gemeinden in Afrika, Zentralamerika und Südostasien. Dieses Projekt entspricht gleich in mehrfacher Hinsicht den Zielen der Agenda 2030, da es nicht nur die Aufforstung bedrohter Wälder zur Bekämpfung des Klimawandels verfolgt, sondern soll auch die Biodiversität erhalten und gleichzeitig wirtschaftliche Ungleichheit bekämpfen will. Für uns ist Nachhaltigkeit ein Must-Have – und zwar nicht nur in dieser Saison. Wir produzieren beispielsweise schon seit jeher keinerlei Kunststoffbügel, da wir im Sinne der Nachhaltigkeit nicht von diesem Material überzeugt sind. Für unsere Holzbügel nutzen wir FSC-zertifiziertes Holz aus Europa und für unsere Metallbügel ließ ich die Rezeptur verändern, sodass nur noch PVC ohne Phthalate, Blei oder Cadmium Verwendung findet. Darüber hinaus haben wir kürzlich einen Eco-Bügel aus 100 Prozent Eco-Material auf Basis von Natur- und Textilfasern kreiert und damit eine Neuheit innerhalb der Branche geschaffen. Wir verwenden dabei einerseits nachwachsende Rohstoffe, die einen geschlossenen CO2-Kreislauf bilden. Darüber hinaus haben wir einen Bügel entwickelt, der aus textilen Abfällen aus Kleidungs- und Stoffresten besteht. So lässt sich das Wegwerfen und Verbrennen von Altkleidern vermeiden und der daraus entstehende CO2-Ausstoß um 85 Prozent verringern. 

Wieso ist Ihnen das Thema so wichtig?

Wir als Unternehmen haben verstanden, dass es keinen Planeten B gibt, und empfinden es deshalb als unsere Verantwortung, einen Beitrag für unsere Zukunft und die der folgenden Generationen zu leisten. Wir möchten deshalb zeigen, dass Nachhaltigkeit längst nicht mehr in die grüne Bio-Ecke gehört, sondern es ein Thema ist, bei dem niemand auf Style verzichten muss. Das heißt, dass zeitgemäßes Design, hochtechnologische Produktion und Umweltverantwortung Hand in Hand gehen können. Für uns gehört es zu einem ganzheitlichen Fashion-Konzept, mit dem wir auf Basis definierter Lebensstile Vielfalt und Individualität im Bügel-Design bieten. Unser Ziel ist es, mit gutem Beispiel voran zu gehen. Außerdem steht MAWA für zukunftsorientiertes Arbeiten, Denken und Planen – dementsprechend bedeutet Nachhaltigkeit ein ganzheitliches Konzept.

 

Wir sind als Marke des Jahrhunderts ausgezeichnet

Ein scheinbar unauffälliger Gebrauchsgegenstand als Lifestyleprodukt? Aus Kleiderbügeln eine echte Marke und ein lifestyliges Designprodukt machen – dies ist Michaela Schenk mit der MAWA GmbH gelungen. Auch die Jury der „Deutsche Standards – Marken des Jahrhunderts“ sieht das so und zeichnete MAWA daher aus. Die im Herbst erscheinende 16. Auflage des Buchprojekts wurde neu ausgerichtet und überarbeitet und stellt rund 300 Unternehmen vor, die in Deutschland als Marke im öffentlichen Bewusstsein verankert sind. „Wir sind stolz und freuen uns sehr darüber, mit MAWA dieses Markensiegel zu erhalten und damit als mittelständisches Unternehmen zu den Ikonen der deutschen Wirtschaft zu gehören“, so Michaela Schenk, Inhaberin und Geschäftsführerin des Kleiderbügelherstellers aus Pfaffenhofen und ergänzt: „Wir haben damit den Ritterschlag erhalten, der zeigt, dass auch normale Gegenstände des alltäglichen Lebens wie Kleiderbügel eine echte Marke werden können.“

Trotz Umschwüngen an die Spitze

Kulturgeschichtlich begann die Evolution des Kleiderbügels bereits im 16. Jahrhundert, wo er als massiver Holzbügel vornehmlich zur Aufbewahrung von Uniformen oder wertvollen Gewändern diente. Erst im 19. Jahrhundert erlangte er als Alltagsgegenstand immer mehr an Bedeutung. Mit viel Unternehmergeist und guten Ideen gründete Martin Wagner dann im Jahr 1948 im bayerischen Pfaffenhofen zur Herstellung von Kleiderbügeln MAWA und führte das Unternehmen ins neue Jahrtausend. Im Jahr 2007 übernahm Michaela Schenk als geschäftsführende Gesellschafterin die MAWA GmbH, die sie zu einer international erfolgreichen Firma weiterentwickelte. Als renommierte Marke vereint MAWA die Tradition des alteingesessenen Pfaffenhofener Unternehmens mit starker Innovationskraft, die sich nicht nur auf Produktneuheiten, sondern auch auf eine zukunftsorientierte Ausrichtung von Unternehmensprozessen überträgt. Michaela Schenk erklärt: „Für uns gehören zur Weiterentwicklung des Unternehmens vor allem Faktoren wie Lifestyle, Innovation und Nachhaltigkeit.“

Aus Bayern in die Welt

Diese Konzentration auf Innovation lässt auch Parallelen zur neuen Ausrichtung der „Marken des Jahrhunderts“ zu. In den vergangen drei Jahren wurde das Konzept digitaler und zeitgemäßer und es besteht nun nicht mehr nur aus einem Buchprojekt, sondern wurde um die beiden Pfeiler Social Media und Podcast erweitert. Durch die Neuausrichtung steht nun vor allem auch die Evaluation im Mittelpunkt, die sich transparent, kostenlos und proaktiv an einem verbindlichen Regelwerk orientiert und damit einen Unterschied macht zwischen dieser und anderen Auszeichnungen. Bereits in der ersten Evaluationsphase wurde MAWA im Bereich Kleiderbügel als führende Marke genannt. In der zweiten und dritten Phase votierte die Jury dann mit entsprechender Punktevergabe für die Marke und ließ weitere unternehmerische Fakten in die Gesamtbeurteilung einfließen. Alle positiv bewerteten Marken erhalten abschließend das Markenblatt, das sie als „Deutsche Standards – Marke des Jahrhunderts“ bestätigt. Die MAWA GmbH entwickelt und produziert ihr umfassendes Produktsortiment seit jeher in Pfaffenhofen und exportiert mittlerweile in 86 Länder auf fünf verschiedenen Kontinenten. „Von Anfang an habe ich das Potenzial als Marke made in Germany erkannt. Daher freue ich mich umso mehr über diese Auszeichnung. Er spiegelt nicht nur die Zufriedenheit unserer Kunden wider, sondern auch, dass sich mit Qualität und Expertise trotz großer Konkurrenz durch preisgünstige Plagiate eine starke Marke etablieren lässt. MAWA ist damit ein Synonym für Kleiderbügel“, so Michaela Schenk.