Designwettbewerb: Kleiderbügel neu definiert

Gemeinsam mit dem Fachbereich Design der Hochschule Anhalt in Dessau und der internationalen Hotelkette Casa Camper sucht der Hersteller Mawa nach einer Neudefinition des Alltagsgegenstands. Diese ungewöhnliche Aufgabe sollen die Studenten des Fachbereichs Design der Hochschule Anhalt im laufenden Wintersemester lösen.

Hinter dem Projekt stehen neben Dozent Klaus Heller von der Hochschule die Mawa GmbH aus Pfaffenhofen und die spanische Hotelkette Casa Camper – denn Kleiderbügel werden in Hotels intensiv genutzt. Die drei Partner wollen den unspektakulären Alltagsgegenstand neu erfinden oder zumindest entscheidend verbessern. Sie folgen damit der Tradition des Bauhauses. Anfang des 20. Jahrhunderts haben Lehrer und Studenten Neudefinitionen für Alltagsprodukte erarbeitet und Althergebrachtes auf den Prüfstand gestellt. Designer wie Max Bill haben sich dort auch dem Kleiderbügel gewidmet. Der Bauhaus-Stil hat den heutigen Lebensstil grundlegend beeinflusst.

Den Studenten geht es in diesem Wettbewerb nicht nur darum, den Kleiderbügel in Form, Farbe oder Material zu optimieren, sie sollen dem Kleiderbügel auch einen attraktiven Zusatznutzen geben. Dozent Klaus Heller: „Unser Ziel ist es, ein neues Kultprodukt für den Haushalt zu schaffen. Wir werden sehen, ob uns das gelingt. Die großen Herausforderungen liegen oft in kleinen Dingen.“

Der Wettbewerb wird noch im November abgeschlossen sein. Eine Jury wird anschließend über die Platzierung der Entwürfe entscheiden. In der Jury sitzen die Designerin Sybs Bauer, die auch den Vorsitz führt, Michaela Schenk als Vertreterin von Mawa, Alexander Schneider von Casa Camper und Denise Graul vom Unternehmen Baader Media.

„Gutes Design ist keine Glückssache, sondern das Ergebnis harter Arbeit. Dies hat unser Unternehmen in seiner Geschichte oft erfahren“, sagt Michaela Schenk, Eigentümerin der Mawa GmbH. „Wir erwarten mit Spannung die Ergebnisse aus dem Wettbewerb. Wir sind aber schon jetzt sicher, dass wir mit den Entwürfen am Ende einige aha-Effekte erleben werden. Und wir wollen den Studenten ermöglichen, nah am Markt zu arbeiten und ein Produkt zu entwickeln, das produziert und verkauft wird. Wenn am Ende ein oder zwei gute Entwürfe aus dieser Kooperation entstehen, werden wir diese mit unserer Vertriebsstärke im Markt einführen.“

Das Siegerprodukt soll auf der Messe Euroshop in Düsseldorf vorgestellt und anschließend in Serie produziert werden. Ziel ist es, einen Kleiderbügel zu entwickeln, der nicht Beiprodukt zu einem Kleidungsstück ist, sondern als eigenständiges, attraktives Produkt vertrieben werden kann. Sollte dieses Ziel erreicht werden, haben alle Beteiligten gewonnen.

2 Gedanken zu „Designwettbewerb: Kleiderbügel neu definiert

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