Galvanik wird umgebaut

Stress in der Produktion. Mitten im laufenden Betrieb wird die gesamte Galvanik erneuert, und ein Großauftrag droht, die sorgfältige Planungen komplett durcheinander zu bringen.
Was ist die Galvanik? Die MAWA vernickelt und verchromt die Kleiderbügel selbst in unserer Produktion in Pfaffenhofen. Die alte Anlage ist in die Jahre gekommen, eine neue Technik hilft uns, enorme Mengen Wasser zu sparen. Zugleich müssen wir künftig weniger Chemie einsetzen, um das Abwasser zu behandeln. Wir sparen zudem Energie und Kosten, weil sich die Durchlaufzeiten der zu vernickelnden Teile wesentlich verkürzen. Wir investieren eine deutlich sechsstellige Summe in die neue Galvanik. Das ist die größte Investition in das Unternehmen seit Jahren. Für mich als neue Eigentümerin auch ein klares Zeichen und Bekenntnis zum Unternehmen und dem Produktionsstandort Pfaffenhofen.

Denn auch eine externe Galvanik stand zu Debatte. Aber wir hätten zu viel an Flexibilität verloren, ganz zu schweigen von der Qualität. Wir haben es für die Bauphase getestet, waren aber gerade mit der gelieferten Qualität nicht zufrieden.

Wie entscheidend diese beiden Argumente sind, das haben wir hier während des Umbaus der Galvanik erlebt. Sorgfältig geplant produzierten wir vor, damit wir keine Umsatzausfälle bekommen. Dann kam ein überraschender Großauftrag aus Japan. Natürlich eilig. Wer kann umdisponieren? Können wir den Umbau nochmal verschieben? Geht der Einbau und die Abnahme der neuen Galvanik schneller, damit wir Zeit für die Japaner gewinnen? Wir haben lange gerechnet, viel telefoniert und verhandelt. Es hat geklappt. Die Bügel sind schon unterwegs zum Kunden. Und die neue Galvanik läuft.

Galvanik der MAWA Kleiderbügel-Fabrik wird umgebaut

Letzte Arbeiten an der alten Galvanik-Anlage.

2 Gedanken zu „Galvanik wird umgebaut

  1. Das liest sich spannend, ein gutes Bekenntnis zum Standort Deutschland. Und ehrlicher als so mache verkorkste “Wir sind Deutschland” Kampagne.

  2. Pingback: Der Kleiderbügel-Blog » Blog Archive » Jahresrückblick und Ausblick 2008 der MAWA

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