MAWA feiert 60-jähriges Bestehen

Mawa feiert JubiläumVor 60 Jahren gründete Martin Wagner die gleichnamige Metallwarenfabrik, abgekürzt MAWA, fertigte Gemüsereiben, Papierschneidegeräte – und Kleiderbügel. Kleiderbügel sind geblieben. Mit Kleiderbügeln ist die MAWA heute einer der führenden Hersteller. Am Wochenende haben wir dieses Jubiläum mit über 100 Gästen, auch aus Italien, Zypern, Ungarn und Norwegen.

“Eigentlich ist der Kleiderbügel ein sehr banales Produkt”, habe ich in meiner Rede gesagt. Eigentlich. Unsere Kunden wissen, dass da wesentlich mehr dahinter steckt. Mehr, als nur Stahl, Holz und Paste. Trotzdem war ich überrascht, auf welch großes Interesse unsere Werksführung gestoßen ist. Aufgeteilt in kleine Gruppen führten wir unsere Gäste durch unsere Fertigung in Pfaffenhofen, von der Anlieferung des Rohmaterials Stahl bis zum Versand. So mancher schaute sich die Maschinen ganz genau an und ließ sich die einzelnen Fertigungsschritte immer wieder erklären. Eine Fertigung, auf die wir zu Recht stolz sein können. Wir haben nicht nur sehr engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern auch einzigartige, patentierte Maschinen, mit denen wir rationeller, schneller und besser produzieren können. Schnell heißt für uns: Standardware, die am Werktag bis 14 Uhr bestellt wird, verlässt noch am selben Tag das Haus. Das schaffen sonst nur sehr gute Internet-Versandhändler…

Auf diesen Erfolgen wollen wir uns aber nicht ausruhen. Am Institut für
Kunststofftechnologie und Recycling
wird für uns gerade eine PVC-freie Paste für die den rutschfesten Bezug der Kleiderbügel entwickelt. Anke Schadewald, Vorstandsvorsitzende des Instituts, führte uns nicht nur in die Entwicklungsschritte ein, sondern zeigte bereits den ersten Prototypen, dessen Qualität den bisherigen Bügeln in nichts nachsteht. Das Projekt läuft bis Ende April, bis dahin soll dann unsere Produktion ohne große Umbauarbeiten mit der neuen Paste arbeiten.

Nicht nur die neue Paste stieß bei unserem Festakt auf großes Interesse. Der stellvertretende Landrat Franz Rothmeier gratulierte den Mitarbeitern und mir zum Jubiläum, erinnerte auch an schwierige Zeiten des Unternehmens vor meiner Übernahme und brachte den auswärtigen Gästen den Landkreis und all seine Vorzüge näher.

Plagiate und was man dagegen tun kann, das war das Thema von Rechtsanwältin Dr. Aliki Busse. Um ihr Rednerpult hatte sie zig Einkaufskörbe, Lampen und mehr aufgebaut. Die Unterscheidung zwischen Original und Plagiat war oft nicht mehr möglich. “Durch Plagiate entstehen nicht nur den Volkwirtschaften hohe Schäden, es sind auch schon Flugzeige abgestürzt, weil kopierte Ersatzteile verwendet wurden. Menschen sterben, weil sie gefälschte Medikamente einnehmen. Natürlich werden auch unsere Kleiderbügel kopiert. Wir haben im Keller einen ganzen Schrank voll davon…

Wie kann man als Kleiderbügelhersteller in Deutschland im Internet auf sich aufmerksam machen? Der Unternehmensberater Bernd Pitz schilderte den Gästen, warum es den wohl einzigartigen Kleiderbügel-Blog gibt und wie das Internet unsere Wirtschaftswelt verändert. Er führte uns anschaulich vor Augen, wie Suchmaschinen und Bewertungssysteme im Netz den Kunden heute eine ganz neue Macht verleihen. “Der Kunde wird zum wirklichen König”, zitierte Pitz eine Studie des Schweizer Gottlieb-Duttweiler-Instituts. Seine These für das Marketing: “Vertrauen statt Aufmerksamkeit”. Die Tage der Marktschreier seien gezählt.

Über “Ästhetik als Lustfaktor im Design” referierte Prof. Rido Busse aus Elchingen. Nie hätte ich gedacht, dass man sich über kleine schwarze Reisewecker und deren wenig funktionales Design sich so prächtig amüsieren kann. Sein äußerst kurzweiliger Vortrag machte nicht nur mir Lust auf mehr. Gerne wäre ich eine seiner Studentinnen an der Berliner Kunsthochschule…

Aber Schluss mit Schwärmerei: Auf den harten Boden der Tatsachen führten uns die Kabarettisten “Stachelbären” zurück. Etwa zu zwei Mafiosi, die die Geheimnisse der MAWA ausspionieren wollen und kaum glauben können, was da vorgeht…

5 Gedanken zu „MAWA feiert 60-jähriges Bestehen

  1. Als langjähriger Mitarbieter der Firma MAWA freut es mich, zu lesen dass der Betrieb wieder aufwärts geht. Harte Arbeit und ein eiserner Wille der Mitarbeiter in der gesamten Produktion stehen dahinter. Aber natürlich auch der Einsatz der Geschäftsleitung. Auf weitere 60 Jahre MAWA in Pfaffenhofen

  2. Ja wo ist jetzt der Film, 2 Wochen schau i scho. Und. Nix is im Netz von dem Film. Also wann kimt er jetzt????

    Gruß Manfred

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