Singles Day auf Taobao bricht neue Rekorde

Alibaba, gegründet von Jack Ma, der chinesischen Start-up Ikone, kennt man inzwischen auch in Deutschland. Weniger bekannt ist, wie der größte Online-Marktplatz in China heißt: Taobao. Taobao, 2003 gegründet, macht inzwischen ca. 80 Prozent des Umsatzes von Alibaba aus – und gerade dieser Tage hat der Konzern wieder einen Rekord zu vermelden.

Angefangen hat die Geschichte mit dem Singles Day in den 90er Jahren. Damals haben Studenten verschiedener Universitäten beschlossen, den Tag der Alleinstehenden zu feiern. Wegen der vielen Einsen kam als Datum natürlich nur der 11.11. in Frage. Die Partys haben schnelle Vertreibung gefunden und erste Unternehmen wie Restaurants, Karaoke-Bars und Online-Shops fingen an, dieses Datum mit besonderen Angeboten zu inszenieren.

Inzwischen gilt der 11.11. als weltweit umsatzstärkster E-Commerce-Tag. 2014 lag der Umsatz von Taobao allein für diesen Tag bereits bei 7,4 Mrd. EUR, 2016 bereits bei über 15 Mrd. EUR, 2018 bei 27 Mrd. EUR – das ist etwas mehr als Amazon im 1. Quartal 2018 im E-Commerce insgesamt umgesetzt hat.

Dabei entfielen über 40 Prozent der Umsätze auf Marken deutscher und internationaler Hersteller.

In China und demnächst ganz Südostasien bringen Aktionstage wie der Singles Day einzelnen Händlern bis zu 50 Prozent des Jahresumsatzes. Ähnliches gilt für die Verkaufsaktionen in den USA und Europa, die im Online-Handel inzwischen zu wesentlichen Umsatztreibern geworden sind. In Deutschland wurde vergangenes Jahr an dem Wochenende von Black Friday bis Cyber Monday allein ein zusätzlicher Umsatz von 1,1 Milliarden EUR erwirtschaftet.

Wir haben gelernt: nationale und internationale Verkaufsaktionen funktionieren im Online-Shopping sehr gut und können auch den stationären Handel wichtige Impulse geben.

Daily-Use Article in Shanghai – ein Must für MAWA

Distributoren, Agenten, Großhändler, Einzelhandelskanäle sowie aufstrebende E-Commerce- und Franchise-Stores trafen sich vom 26. bis 28. Juli in Shanghai. Für MAWA die perfekte Gelegenheit MAWA Kleiderbügel im Original vorzustellen, ein Premiumprodukt auf dem chinesischen Markt.

Dieses Mal auch dabei unser Händler-Team von TMall!

China ist schnell – sehr schnell

Michaela Schenk, Geschäftsführerin der MAWA GmbH, hat diesen Herbst ihre Geschäftspartner in den wichtigen Handelsmetropolen Shanghai und Peking besucht und sich über aktuelle Trends und Entwicklungen informiert. Dass der Mittelstand in China einen starken, kaufkräftigen Markt darstellt, ist hinlänglich bekannt. Wer wird davon profitieren? Starke Marken und das richtige Produktportfolio! Die Chinesen wollen das Original und keine chinesische Kopie – denn Made in Germany ist unerreicht.

Zunächst überraschend, deutsche Automarken sind zwar sehr begehrt, aber ihre Zulassung ist nicht einfach. Wer schon einmal in Shanghai, Peking oder ähnlich großen Megacities unterwegs war, weiß warum. Autos werden nur sehr, sehr restriktiv zugelassen. Nummernschilder und damit die Neuzulassung werden verlost. Dafür boomt der Markt der Elektroroller und EBikes. Ein Zukunftsmodell für das Straßenbild westeuropäischer Städte? Erste Berichte über die Invasion von chinesischen EBikes in europäischen Städten gibt es schon: Yobike aus Shanghai, Mobike aus Peking, oBike aus Singapur und GobeeBike aus Hongkong.

Das private Budget der Twentysomethings, Einzelkinder und Einzelenkelkinder, lässt manchen Altersgenossen in Westeuropa erblassen. Statt eines Black Fridays gibt es in China den sogenannten Single Day – eine gigantische Rabattschlacht im Online-Handel. Es wird investiert in Fashion, Lifestyle und Luxus mit höchsten Qualitätsansprüchen. Die Käufer von Marken wie Chanel, Gucci und ähnlichen sind überwiegen jünger als 25. Made in Germany genießt in diesen Kreisen hohes Ansehen, weshalb auch innerhalb Chinas der Kampf gegen Markenpiraterie immer härter wird.

Beeindruckt war Michaela Schenk von der Geschwindigkeit der Digitalisierung, die selbstverständlich das Einkaufsverhalten stark beeinflusst. Omnichannel heißt auch hier das Zauberwort – und ohne WeChat geht nichts. WeChat ist die smarte Weiterentwicklung von WhatsApp. In der App wird eingekauft, reserviert, bezahlt und abgebucht – und natürlich auch kommuniziert. Influencer haben diesen Kanal längst für sich entdeckt und entscheiden mit ihrem Urteil erheblich über die Absatzchancen von Produkten und Lifestyle-Angeboten.

Ähnlich wie im Westen verwandelt sich der stationäre Handel immer mehr in eine Erlebniswelt, die nicht nur Ware vorhält. In den großen Shoppingmalls machen Freizeit- und Unterhaltungsangebote, Food & Drinks fast 50 Prozent der Fläche aus. Die Präsentation und Inszenierung der Ware, nicht nur von Modeartikeln, wird immer wichtiger.

Das Fazit von Michaela Schenk: Auch wenn das Wirtschaftswachstum in China in den letzten Jahren etwas gebremst ist, besteht eine Investitionsgeschwindigkeit und Weiterentwicklung, die deutlich höher ist als in Europa.

Sie lässt sie richtig hängen

Michaela Schenk in der Welt am Sonntag.

Michaela Schenk in der Welt am Sonntag.

Die Welt am Sonntag stellt ihren Lesern die spannende Geschichte von MAWA vor. „Kleiderbügel ist nicht gleich Kleiderbügel“ – diese Botschaft zeigt noch mal unsere klare Positionierung als Marke. Die Autorin beschreibt, wie es Michaela Schenk geschafft hat, weltweit mit Qualitätskleiderbügeln zu überzeugen. Die Redaktion hat uns deshalb gleich zum Weltmarktführer gemacht. Davon möchten wir uns ausdrücklich distanzieren.  Wir sind dennoch stolz darauf, dass wir mit Qualität Made in Germany, gutem Marketing und motivierten Mitarbeitern, den bayerischen Exportpreis bekommen haben. Den ganzen Beitrag lesen Sie hier: 160508_WAMS_MAWA

Business im Reich der Mitte

Hongkong Houseware Show: die Wertschätzung der chinsesischen Kultur macht sich bezahlt.

Hongkong Houseware Show: die Wertschätzung der chinsesischen Kultur macht sich bezahlt.

Wer sich in China durchsetzen will, muss die lokale Kultur nicht nur verstehen, er muss sie auch schätzen lernen. Nach wie vor sind die Chinesen sehr neugierig auf westliche Produkte und Entwicklungen, aber auch enttäuscht von der Ignoranz, die ihnen entgegen gebracht wird und häufig als Arroganz interpretiert wird.

So sollten Sie wissen, dass in China nur wenig gefrühstückt wird und Rücksicht darauf nehmen, dass so ab 11:30 Uhr das Mittagessen im Fokus des Interesses steht.  Während des Essens bitte nichts Geschäftliches besprechen, sondern sich stattdessen mit den Gastgebern über deren Kultur austauschen. Erst nachmittags sollte die Gelegenheit zum Informationsaustausch über Geschäftliches wahrgenommen werden.

Die Entscheidung, ob es zu einem Deal kommt, wird beim Abendessen getroffen – aber nicht auf der Basis von Geschäftszahlen, Preisen und Konditionen wie in der westlichen Welt – sondern auf der Basis Vertrauen und Wertschätzung. Deutsche werden hier sehr oft als verletzend direkt und unhöflich, überheblich und unflexibel wahrgenommen.

Ausschlaggebend für die Entscheidung des chinesischen Geschäftspartners ist die Persönlichkeit und die Wertschätzung, die ihm entgegengebracht wird. Diese Wertschätzung haben wir umgekehrt auf der Houseware Fair in Hongkong erfahren. Mundpropaganda, Neugierde auf Made in Germany sowie unsere neuen Produkte bescherten uns zahlreiche Besucher und Bestellungen.

Rückblick Hongkong Houseware Fair 2016

Hongkong Houseware Fair: Michaela Schenk schätzt ihre chinesischen Geschäftspartner.

Hongkong Houseware Fair: Michaela Schenk schätzt ihre chinesischen Geschäftspartner.

Wer sich auf dem chinesischen Markt durchsetzen will, muss die lokale Kultur nicht nur verstehen. Nach wie vor bewundern Chinesen Made in Germany. Für eine gute Geschäftsbeziehung ist allerdings entscheidend, dass wir unsere Geschäftspartner nicht mit Ignoranz begegnen, sondern versuchen ihre Kultur zu verstehen und wertzuschätzen.

So haben wir für den chinesischen Markt eine eigene Verpackungslösung gefunden, die die Sorge der Chinesen bezüglich chinesischer Kopien berücksichtigt. „Das Original“ kommt sicher und zertifiziert beim chinesischen Adressaten an.

Ein Hingucker dieses Jahr auf der Hongkong Houseware Fair: unsere „Butterfly“-Serie – leicht und bunt, jung, modern und großstädtisch. Spart nicht nur Platz im Kleiderschrank, sondern ist, nicht nur für Chinesen, ein ideales Geschenk und Mitbringsel. Probieren Sie sie aus 🙂

Der Chinese schätzt „Alles in Ordnung“

Bild_MAWA_NL_ChinaGerade in Zeiten politischer Veränderungen und volatiler Finanzmärkte sind starke Marken gefragt. Das gilt auch für den chinesischen Markt. Der Binnenmarkt ist nach wie vor sehr stark, berichtet unsere Mitarbeiterin Quing Sheng. Die Mittelschicht wächst stetig und hat mit gut 110 Mio. Chinesen, die über ein Vermögen zwischen 50.000 und 500.000 Dollar verfügen, die amerikanische Mittelschicht überholt.

Der neue urbane Mittelstand beschäftigt sich intensiv mit Themen wie Umweltverschmutzung, gesunde Ernährung, Produktfälschungen und Plagiaten. Die Medien berichten offen über Misstände und das Konsumverhalten ändert sich. Nicht der Preis spielt mehr die wichtigste Rolle in der Kaufentscheidung, sondern Sicherheit und Qualität – damit überzeugt MAWA die Chinesen. Denn bei MAWA ist „Alles in Ordnung“ – das nächste Mal auf der Hong Kong Houseware Fair, 20. bis 23. April 2016

 

Erste Messe in China erfolgreich beendet

Mawa auf der German Living in Shanghai

Mawa auf der German Living in Shanghai

Zum ersten Mal hat die MAWA GmbH im Rahmen der Interior Lifestyle China auf der German Living ausgestellt. Es hat sich gelohnt. Vom 13. bis 16. Oktober kamen über 12.000 Besucher aus allen Ecken der riesigen Volksrepublik. Sogar aus der Mongolei sind Einkäufer angereist, um die Haushaltswaren und Lifestyleprodukte der MAWA zu begutachten.

Selbstverständlich haben wir unsere Kleiderbügel mit typisch deutscher Tracht geschmückt: Dirndl und Lederhosen.

Rainer Brüderle eröffnet German Living

Am 13. Oktober 2010 hat der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie die German Living in Shanghai eröffnet. Die deutsche Sonderveranstaltung findet im Rahmen der Interior Lifestyle China statt. Rund 50 deutsche Aussteller zeigen hier hochwertige Konsumgüter und Haushaltswaren “made in Germany”.

Rainer Brüderle lobt, dass gerade für Mittelständler Auslandsmessen ein guter Weg sind, um neue Märkte zu erschließen. Die German Living zeichnet sich durch modernes und funktionelles Design aus. Statt Eiche rustikal heißt es hier: Neues deutsches Design. Um den Besuchern aus dem fernen Osten unsere Kultur näher zu bringen, hat die Messe ein Wohn- und Kinderzimmer aufgebaut, eine Designecke und eine Musterküche. “Ein tolles Aushängeschild für Deutschland”, so Brüderle – dem schließen wir uns gerne an.

Rainer Brüderle eröffnet die German Living in Shanghai

Rainer Brüderle eröffnet die German Living in Shanghai

Die Geschäftsführerin im Rampenlicht

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Michaela Schenk: Preis für den Deutschen Mittelstand

Kurzfristig und völlig überraschend haben die Veranstalter während der Gala zur Verleihung des Preises für den deutschen Mittelstand Michaela Schenk ins Rampenlicht geholt. Die Geschäftsführerin der MAWA GmbH war dieses Jahr als einzige Unternehmerin für den Preis nominiert worden.

“Wie gehen Sie mit den massenhaften billigen chinesischen Produktkopien um,” wollte der Moderator erfahren. Frau Schenk verwies auf ihr Engagement beim Plagarius, der sich inzwischen als pressewirksame Maßnahme etabliert hat. Insgesamt fürchtet sie den Wettbewerb allerdings nicht sehr. Denn – inzwischen wissen auch die Chinesen wie billig ihre Kopien sind. Wer es sich irgendwie leisten kann, kauft Qualität. Und die kommt nun mal aus “Germany”.