Unternehmerinnen-Treff zu Gast bei der MAWA

Der “Unternehmerinnen-Treff” der Region war bei der MAWA zu Gast. Wichtigste Fragen an mich: Wie kann man im Hochlohn-Land Deutschland Dinge wie Kleiderbügel wirtschaftlich produzieren und wie kann man chinesischen Herstellern und anderen Wettbewerbern aus dem angeblich billigen Ausland trotzen? Meine Antwort: Man kann. Mit Qualität und einer klaren Positionierung.

MAWA Goerlitz Schenk [640x480]Den Unternehmerinnen-Treff für die Region Ingolstadt und Pfaffenhofen hat die Landtagsabgeordnete Erika Görlitz (CSU) ins Leben gerufen. Regelmäßig treffen sich die Frauen bei verschiedenen Unternehmen. Ihre Idee war, dass sich Unternehmerinnen der Region austauschen und sich gegenseitig unterstützen. Der Austausch der Unternehmerinnen führt dazu Fragestellungen und Probleme branchenübergreifend zu transportieren und voneinander zu lernen.

Zur MAWA kamen jetzt 15 Unternehmerinnen und Führungskräfte, darunter die Besitzerin eines Reisebüros, die Betreiberin eines Kinos und mehrere Frauen in Leitungsfunktionen bei den umliegenden Großbetrieben der Region.

Nach einer Vorstellung der Positionierung der MAWA im internationalen Geschäft und einer anschließenden Betriebsführung, gab es eine anregende Diskussion. Wie kann ein Unternehmen mit einem Exportanteil von 80 Prozent – wir liefern in 50 Länder! – noch in Deutschland produzieren? Noch dazu solche “No-tech”-Artikel wie Kleiderbügel? Ich habe den Gästen unser Konzept erläutert: “Unsere Zielgruppe ist qualitäts- und verantwortungsbewußt.” Wir liefern keine Billigware für Baumärkte und andere. Die kommt aus China. Wir beliefern den Fachhandel, Einrichter und Vier- und Fünf-Sterne-Hotels. Und wir wuchern mit unseren Pfunden: Etwa bei der Lieferfähigkeit. Wir haben die komplette Auftragsabwicklung auf die Kunden eingestellt, können so kurzfristig auch kleine Mengen liefern. Standardware, die bis 14 Uhr bestellt wird, verlässt noch am selben Tag mit der Spedition das Haus. Geschwindigkeit ist einer unserer wichtigsten Wettbewerbsfaktoren.

Ein weiterer Wettbewerbsfaktor ist Nachhaltigkeit und “Corporate Social Responsibility” . Die Hälfte der deutschen Verbraucher wollen, dass Produkte auf der Basis von sozialen und ökologischen Bedingungen hergestellt
werden, so eine Untersuchung der Verbraucherzentrale. Wir verwenden nur ausgewählter Rohstoffe wie deutschen Stahl, Paste und europäisches Nutzholz mit FSC Zertifikat. Unsere Bügel riechen nicht. Unsere Pasten für die Beschichtungen unterliegen der deutschen Chemieverordung und haben das RoHS TÜV-Zertifikat (Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung gefährlicher Stoffe im Haushalt). Beim Umweltschutz setzen wir auf High End.
Bei einer Produktionstiefe von über 90 Prozent sind wir unabhängig von Wartezeiten und Fehlerquellen der Zulieferer. Deshalb garantieren wir sehr selbstbewusst: Jeder Kleiderbügel wird seine vorgegebene Form über Jahre nicht verändern, auch bei intensiver Beanspruchung. Wir haben eine patentierte Bügel-Haken-Verbindung, die eine dauerhafte Drehbarkeit garantieren. Diese hohe Langlebigkeit der MAWA Kleiderbügel macht eine Investition deutlich effizient. Das habe ich meinen Gästen vorgerechnet. Der vermeintlich billigere Einkauf z.B. in China kann ganz schnell teurer werden als unsere MAWA-Bügel.

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